Skip to main content

Doppelte Punkte beim Doppelstart?

Hilpoltstein (bb) – Noch sechs Spiele bis zum Saisonende – gleich zweimal müssen Hilpoltsteins Tischtennis-Asse am Wochenende auswärts ran. Am Samstag (19 Uhr) führt sie der weite Weg nach Grenzau zum Tabellenletzten. Am Sonntag (14 Uhr) müssen sie bei einer Spitzenmannschaft antreten: Die Erstliga-Reserve des 1. FC Saarbrücken wird als Tabellendritter nur schwer zu knacken sein.

Nico Christ

Doch unmöglich ist es nicht. Das hat zum Beispiel am letzten Wochenende bei den deutschen Meisterschaften Dennis Dickhardt gezeigt. Hilpoltsteins Nr. 4 hat in Bamberg  Jung-Nationalspieler Dennis Klein, er spielt im vorderen Paarkreuz der Saarländer und steht dort mit 11:10 Siegen ganz gut da, klar mit 4:1-Sätzen besiegt und dabei einen großen Schritt in der Q-TTR-Tabelle nach vorne gemacht. Jetzt bekommt es der Hilpoltsteiner Pilot (8:8- Siege), in der Rückrunde noch ungeschlagen,  höchstwahrscheinlich mit dem Italiener Leonardo Mutti (3:3) und dem starken Russen Andrey Semenov (10:8) zu tun. Gegen beide könnte auch Nico Christ (9:9) gewinnen – wenn er an sich glaubt.

Star der Saarländer ist zweifellos der junge Tscheche Tomas Polansky, der nach seinem höchst erfolgreichen Liga-Einstand im hinteren Paarkreuz seit der Rückrunde das vordere Paarkreuz aufmischt (8:2) und sich dort als zweitbester Spieler der Liga erweist. Da werden es Alexander Flemming (13:10) und Petr David (12:7) schwer haben – doch bange machen gilt nicht für Hilpoltsteins Spitzenspieler.

Möglicherweise werden wieder die Doppel den Ausschlag geben. Die neue Hilpoltsteiner Paarung David/Christ steht zwar noch ungeschlagen da, auf der anderen Seite warten Flemming/Dickhardt immer noch auf ihren ersten Sieg. Aber vielleicht platzt ja ausgerechnet beim Favoriten der Knoten…

Einen Tag zuvor gehen die Gäste aus Mittelfranken als Favorit ins Rennen. Beim Schlusslicht Grenzau wäre alles andere als ein Sieg eine böse Überraschung. Doch aufgepasst: Grenzau (5:15 Punkte) hat beim 6:4 Heimsieg gegen den allerdings ersatzgeschwächten Favoriten Borussia Dortmund bewiesen, dass man im Westerwald den Kampf um einen Relegationsplatz noch nicht aufgegeben hat.

Der Spanier Alberto Mino (17:7) – bei der 0:6-Schlappe in Hilpoltstein nicht dabei – kann an einem guten Tag jeden Spieler der Liga schlagen. Und da auch Jörg Schlichter (7:14), der frühere deutsche Nationalspieler, aufsteigende Form zeigt, muss sich besonders das vordere Paarkreuz der Gäste vorsehen. Im hinteren Paarkreuz scheint Hilpoltstein ein Übergewicht zu haben: Luka Fucec (6:11) und Michael Sauer (1:18) dürften unter normalen Umständen gegen Christ und Dickhardt nicht bestehen können. Doch das reicht noch nicht für die Gäste. Es müssen auch im vorderen Paarkreuz Punkte kommen, wenn Flemming und Co mit zwei Punkten im Rucksack zum schweren Match nach Saarbrücken reisen wollen.

Beide Spiele können am Liveticker verfolgt werden.

Neuen Kommentar schreiben