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Gegen den Tabellenzweiten Auftakt zum Finale Furioso

Hilpoltstein (bb) – Das wird ein Finale Furioso! Vier Spiele noch bis zum Saisonende – drei davon zu Hause gegen die besten Mannschaften der 2. Bundesliga. Am kommenden Sonntag (Beginn 14 Uhr, Begrüßung 13:45 Uhr) empfangen Hilpoltsteins Tischtennis-Asse den Tabellenzweiten TTC Jülich. Mit einem der erfolgreichsten Bundesligavereine aller Zeiten haben die Mittelfranken noch ein fettes Hühnchen zu rupfen.

Eine 1:6-Schlappe im Gepäck mussten Flemming und Co in der Vorrunde 500 Kilometer weit frustriert nach Hause schleppen. Dabei hatten sie sich drei Stunden lang tapfer gewehrt gegen die Niederlage, und selbst Jülichs Trainer Miroslaw Broda, ein ehemaliger deutscher Meister, hatte nach dem Spiel gesagt: „Das war viel knapper, als es das Ergebnis besagt“.

Doch so ist halt Tischtennis: Oft geben Kleinigkeiten den Ausschlag für Sieg oder Niederlage. Insofern gehen die Hilpoltsteiner durchaus optimistisch in das Match gegen die Spitzenmannschaft von der belgischen Grenze, zumal Jülich nach der jüngsten Niederlage gegen den Meister TSV Bad Königshofen auf einen der besten Spieler der Liga freiwillig verzichtet: Den Japaner Yoshihiro Ozawa (13:5-Siege) haben sie am Wochenende „wegen mehrfacher Disziplinlosigkeiten“(Manager Arnold Beginn) mit sofortiger Wirkung suspendiert – in der Tat eine Schwächung des letztjährigen Vizemeisters.

In der Vorrunde hatte Nico Christ den einzigen Punkt geholt – ausgerechnet gegen Martin Allegro, das 20-jährige Supertalent aus Belgien, das nach 9:4-Siegen in der Vorrunde seit der Rückrunde im vorderen Paarkreuz spielen darf (3:5). Dort gehört dessen Landsmann Lauric Jean (16:12) an einem guten Tag zu den Stars der Liga. Gegen Hilpoltstein hat er jedenfalls noch nie verloren. Doch Alexander Flemming (15:12) und Petr David (14:9) zählen mittlerweile zur Elite der stärksten 2. Bundesliga aller Zeiten. Im vorderen Paarkreuz liegen sie derzeit gemeinsam an 3. Stelle.

Für die steilste Entwicklung sorgt derweil Hilpoltsteins Nr. 4 Dennis Dickhardt. Der Pilot der Suisse Air entwickelte sich mit 7:0 Siegen zum Überflieger der Rückrunde – auch bei den deutschen Meisterschaften wurde er nach fünf Siegen hintereinander erst im Viertelfinale von Weltstar Timo Boll gestoppt. Gegen den Jülicher Aufschlagkünstler Hermann Mühlbach (4:3) und den ehemaligen slowakischen Weltklasse-Akteur Petr Sereda  (6:5) hat Dickhardt (11:8) ebenso wie sein Paarkreuz-Kollege Nico Christ (11:11) durchaus eine Chance, für ihre Mannschaft den „Weg nach oben“ fortzusetzen – die TV’ler haben sich mittlerweile auf Rang 6 vorgekämpft.

Wären da noch die vorentscheidenden Doppel: Mindestens ein Sieg ist notwendig, wenn die Hilpoltsteiner im Match bleiben wollen. Der sollte drin sein. Und wenn die Spieler und die Fans dann auf die neu gestaltete Hallenwand und das gigantische Plakat vom Final Four in Neu-Ulm blicken, das den bisher größten Erfolg in der Hilpoltsteiner Tischtennis-Geschichte eindrucksvoll dokumentiert, wird das den nötigen Auftrieb geben für den weiteren Siegeszug in der Rückrunde.

Die Verantwortlichen des TV empfehlen jedenfalls, das neue Fan-Trikot „HIP, HIP HURRA“ mitzubringen und die „schwarz-gelbe Wand“, mit der man in Neu-Ulm ganz Tischtennis-Deutschland so beeindruckt hat, mitzubringen.  Wer nicht kommen kann, versäumt einige optische Leckerbissen, doch dann kann man das Spiel auch am Liveticker verfolgen.

Saisonheft 2017 (pdf)
Jubiläumsheft (pdf)

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