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Prickelnde Begegnungen

(bb) "Die packendsten Begegnungen fanden bisher immer gegen Gräfelfing statt". Alexander Möst, selbst einige Jahre beim prominenten Münchener Vorstadtclub aktiv, erinnert sich zum Beispiel gerne an das erste Spiel der letzten Saison. Damals lagen die Hilpoltsteiner Tischtenniscracks in Gräfelfing mit 4:8 zurück und holten doch noch - vor allem dank Möst - ein verdientes Unentschieden. Danach erst begann die Tragödie des Hilpoltsteiner Kapitäns: Beim Fußballspielen zog er sich einen Kreuzbandriss zu und fiel fast die gesamte Saison aus.

Jetzt ist Möst wieder fit und freut sich wie ein Schneekönig auf den Fight gegen die alten Freunde Martin Schauer und Daniel Demleitner. Wenn es ihm am Sonntag in Gräfelfing (Beginn 14 Uhr) gelingt, seine früheren Angstgegner zu düpieren, stehen die Aktien gut für die Mittelfranken. Denn sie haben sich gegenüber dem Vorjahr kräftig verstärkt, während Gräfelfing „nur“ seine Nr. 1 ausgetauscht hat: Jörg Schlichter (deutsche Rangliste Nr. 3!) kam für den starken Rumänen Ovidiu Ionescu, so dass der TSV Gräfelfing jetzt als einzige Bundesliga-Mannschaft über sechs deutsche Spieler verfügt.

Besonders prickelnd dürfte es am Sonntag im vorderen Paarkreuz zugehen, dann hier kommt es zu geradezu paradoxen Begegnungen: Alexander Flemming (deutsche RL Nr.12) trifft auf seinen früheren Doppelpartner Jörg Schlichter, mit dem zusammen er im März dieses Jahres deutscher Meister im Herren-Doppel wurde, wobei die beiden mit einem Sieg im Viertelfinale der deutschen Meisterschaften die legendäre Karriere der Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner endgültig beendeten. Jetzt treten die Freunde gegeneinander an – im Einzel und im Doppel.

Ähnliches gilt für Philipp Floritz (RL Nr. 20) und Nico Christ (RL Nr.16). Die beiden „Zweier“ ihrer Teams sind in diesem Jahr zusammen bayerischer Meister im Doppel geworden, im Einzel allerdings hatte der 17-jährige Shootingstar Floritz überraschend die Nase vorne. Für den jungen Hilpoltsteiner, der heute Abend bei der TV-Gala einen großen Auftritt hat, vom Deutschen Tischtennisbund für das stark besetzte Pro-Tour-Turnier nächste Woche in Polen nominiert wurde und übernächste Woche zur Jugend-WM nach Kolumbien fliegt, wird es davon abhängen, wie er seinen grippalen Infekt und die folgenden heftigen Trainingsbelastungen verkraftet hat.

In der Mitte gehen die Gäste mit Andras Podpinka und Tomas Demek (beide bisher 10:3 Siege) leicht favorisiert ins Rennen, auch wenn Gabriel Stephan (RL Nr. 25) eine schwer zu knackende Nuss sein wird. Kommt es also auf das hintere Paarkreuz mit Felix Bindhammer und eben Alexander Möst an. Der Kapitän zumindest ist zuversichtlich: „Wir werden das Kind schon schaukeln“. Ein Punkt wie im Vorjahr wäre schon ein Erfolg, ein sieg – es wäre der erste gegen Gräfelfing – könnte die immer noch vorhandene Hoffnung der Hilpoltsteiner auf einen vorderen Tabellenplatz festigen.

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Jubiläumsheft (pdf)

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