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"Zweite" verpasst erhofften Punktgewinn

(mu) – Die zweite Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein verabschiedete sich am Samstagabend mit einer enttäuschenden 6:9-Niederlage an eigenen Tischen gegen Sparta Noris Nürnberg in die fünfwöchige Winterpause. Wie so häufig in der ersten Saisonhälfte vergab sie dabei reihenweise gute Gelegenheiten, zumindest einen Punkt in Hilpoltstein zu behalten. TV-Manager Bernd Beringer sprach dann auch nicht ganz unberechtigt von der „Hilpoltsteiner Krankheit“, die allem Anschein nach nach der ersten Mannschaft auch die Bundesligareserve der Burgstädter befallen zu haben scheint: die Bayernligacracks spielen meist – ähnlich wie die erste Mannschaft – sehr gut, gehen häufig in Führung, doch „vergessen“ leider häufig den Sack zuzumachen.

Zu Beginn des mittelfränkischen Derbys gegen die beste Nürnberger Tischtennismannschaft Sparta Noris konnten die Gastgeber endlich einmal wieder mehr als ein Doppel für sich entscheiden: neben den zuverlässig punktenden Hoffmann/Maag (3:0 gegen Vaculik/Baumgärtel) machte es sich bezahlt, dass man Rainer Frisch ins Zweierdoppel zu Péter Petrovics stellte, denn die beiden gewannen nach feiner Vorstellung in fünf Sätzen gegen die gegnerische Spitzenpaarung Hlavacek/Möslein. Einen ersten Dämpfer brachte dann das Dreierdoppel, in dem Seitz/Eckert im dritten Satz mehrere Satzbälle ungenutzt ließen und gegen Gottal/Fietz unnötig in fünf knappen Sätzen den Kürzeren zogen. Statt eines ausgezeichneten 4:0-Starts, den Geburtstagskind Péter Petrovics mit einem ungefährdeten Dreisatzsieg über Vaculik krönte, führte man nur mit 3:1. Nach dem ersten Einzeldurchgang lag man gar mit 4:5 hinten, nachdem neben dem TV-Frontmann nur Florian Seitz nach starker Vorstellung gegen Möslein sein Einzel gewinnen konnte. Manuel Hoffmann unterlag dem prima aufgelegten und herzlichen empfangenen Ex-Hilpoltsteiner Hlavacek nach gewonnenem ersten Satz noch in vier Sätzen. Die nächste große Chance vergab Linkshänder Christian Maag, als er gegen Baumgärtel nach gewonnenem ersten Satz die folgenden Durchgänge in der Verlängerung verlor und dabei unzählige Satzbälle vergab – Resultat eine vermeidbare 2:3-Niederlage.

Tobias Mulack’s Spiel gegen das Nürnberger Tischtennis-Urgestein Fietz erinnerte an einige vorangegangene Auftritte des TV-Kapitäns in dieser Saison: er begann stark, gewann den ersten Satz klar und verlor die folgenden Sätze nach zahlreichen vergebenen Chancen knapp. Nachdem der angeschlagene Uli Eckert gegen den 15jährigen Gottal zwar einen 0:2-Satzrückstand vorbildlich egalisierte, aber im letzten Satz nichts mehr zusetzen konnte gegen die starke Rückhand seines Gegenübers, lag man auf einmal hinten. Daran konnte auch das vordere Paarkreuz nichts ändern: Manuel Hoffmann spielte gegen Vaculik fast fehlerfrei und siegte glatt in drei Durchgängen, während der etwas müde wirkende Péter Petrovics gegen einen hochmotivierten und sehr sicheren Hlavacek ein bisschen überraschend den Kürzeren zog. Christian Maag zeigte sich immerhin unbeeindruckt von seiner Niederlage im ersten Durchgang und bezwang Möslein in einem kurzweiligen Duell übe r die volle Distanz. Auch Florian Seitz’s Spielverlauf war kein ganz unbekannter für die TV-Truppe: er dominierte den ersten Satz, ließ im zweiten einige Satzbälle ungenutzt, verlor diesen in der Verlängerung und konnte auf einmal nichts mehr zusetzen.

Während Uli Eckert gegen den sicheren Fietz nur den zweiten Satz für sich entscheiden konnte, belegte Tobias Mulack auch in seinem zweiten Spiel, was Bernd Beringer zu seiner treffenden Analyse bewegt hatte: er begann ganz stark, ging gegen den guten Gottal mit 2:0 in Führung und musste seinem Gegner am Ende trotz großem Kampf noch zum Sieg gratulieren. So stand es 9:6 für Nürnberg, und der TV Hilpoltstein ließ die Köpfe hängen. Doch schon nach Spielbeginn gab Frontmann Petrovics die Marschroute für die Rückrunde vor, in der man lieber einmal weniger gut, dafür aber einen Tick erfolgreicher spielen will.

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